Winnipeg (MB) - Ottawa (ON)
Tag 23:
Am Morgen ging ich dann gleich erst einmal zu meinem Auto um zu sehen, ob eingebrochen wurde oder nicht, doch alles war inordnung. So ging es dann in Richtung Visitor Information. Nach einem Infoinput schländerte ich erst einmal durch die Stadt (Winnipeg kann man echt als Stadt bezeichnen, nicht so wie Regina) und genoss das schöne wirklich heiße Wetter.
Als der Hunger übermich kam ging ich in Richtung Red River zu dem Gebiet "The Forks" was ein UNESCO Kulturgut ist. Am Ende dieses Parks ist ein großer Gemüsemarkt, bei dem ich mir dann auch etwas zu Essen geholt habe. Als Nachspeise gab es für mich dann noch einen Smoothy den ich genüsslich im Gras liegend zu mir nahm.
Danach ging es dann in einem recht großen Bogen wieder zurück zum Hostel. Kurz vor dem Ziel kam ich an einem Park vorbei, der in der Mitte einen Kunstrasen hatte, auf dem gerade ein Fußballspiel im Gange war. So stetzte ich mich dort wieder einmal und schaute dem Treiben zu.
Als ich dann am Abend am Hostel ankam unterhielt ich mich noch eine längere Zeit mit jemanden aus Toronto, der mir eine bestimmte Route empfohlen hat, denn der Typ ist schon jede erdenkliche Route von Toronto nach Winnipeg mit dem Rad gefahren.
Tag 24:
Nach einer recht langen Nachtruhe ging es dann weiter Richtung Ottawa, wo ich 2 Tage mit recht viel fahren eingeplant habe. Doch startete ich später als gewollt, aber ich musste einfach einwenig schlaf nachholen. Es wurden wenig Pausen gemacht, eigentlich nur um ein paar Fotos zu machen. Daher gibt es auch nicht wirklich viel zum schreiben. Nur als ich über die Grenze von Manitoba nach Ontario gefahren bin, wurde ich einwenig von der Polizeipräsenz eingeschüchtert, denn alle paar km stand ein Polizeiwagen der gerade ein anderes Auto kontrolliert hat. Am Abend suchte ich mir einfach eine nahe gelegene Raststätte und übernachtete dort.
Tag 25:
Um 5:30 (Sonnenaufgang) ging es bei mir schon weiter, denn ich habe mir eine große Tour mir vorgenommen. So machte ich meinen ersten halt erst in Sault Ste. Marie (ca. die 700 km) um dort wieder voll zu tanken und ein Mittagessen zu mir zu nehmen. Nach einer längeren Pause von etwa einer Stunde ging es dann weiter zu der größten Süßwasserinsel der Welt Namens Manitoulin Island was ein Indianerreservat (eigentlich müsste man First Nation Reservat sagen) ist. Doch hatte ich nicht wirklich Zeit mir die Insel anzuschauen, denn ich war ziehmlich in Zeitnot, da ich noch eine Fähre erwischen musste (ansosten hätte ich 5 Stunden warten müssen und meine Streckenplanung wäre zunichte gewesen). Die Insel war sehr schön, denn es war sehr viel Farmland, doch keine großen Felder sondern immer schön kleine verschiedene Felder. Mit einigen fahrerischen Tricks hab ich das unmögliche doch noch möglich gemacht und bin 5 Minuten vor dem Ablegen der Fähre angekommen.
Es war sehr lustig, denn diesmal schaukelte die Fähre relativ stark, wodurch man ettliche seekranke Leute sah. (Die Vorstellung ist nur sehr lustig, dass der Wellengang an einem See stärker war, wie auf dem Meer wie ich nach Vancouver Island gefahren bin) Auf der anderen Seite angekommen ging es dann weiter Richtung Ottawa. Doch wurde ich durch einige Aktionen aufgehalten, einerseits wurden mehrere Straßen von der Polizei gesperrt (ich weiß nicht warum), andererseits hab ich mir auch ganz schön verfahren. So tastete ich mich nach Toronto und verzweifelte fast an den Hwy in Toronto bei Nacht. Denn die Menge des Verkehrs war ich nicht gewöhnt, die Anzahl der Hwy (z.T. sind echt km lange 5 Hwy nebeneinander, die nur durch eine Leitplanke getrennt sind) Ich war heilfroh als ich endlich auf dem Richtigen Hwy war und in Richtung Ottawa fahren konnte. Schnell merkte ich, dass ich nicht mehr heute ankommen werde, denn das hohe Verkehraufkommen ermüdete mich recht schnell. So fuhr ich nurnoch bis Kingston und übernachtete an einem Parkplatz vor einem Tim Hortons um mir gleich am nächsten Morgen mein Frühstück zu sichern. An diesem Tag fuhr ich über 1600 km also wirklich eine große Tour ;)
Tag 26:
Wie man schon raten kann, ging ich gleich nach dem Aufwachen zum Tim Hortons und wollte mir ein Hänchen Sandwich bestellen, doch wurde mir mittgeteilt, dass sie dies erst ab 9:30 hätten. Ich schaute auf die Uhr und es war 6:30, naja nicht ganz, daher nahm ich dann ein Truthahn Sandwich. Relativ bald ging es weiter nach Ottawa, denn eigentlich wollte ich die letzte Nacht schon in Ottawa verbringen.
Die Fahrt von rund 200 km gingen sehr schnell vorbei, denn der Hwy fuhr sich so wie eine Autobahn (zuminderstens stelle ich sie mir noch so vor) Einzigst die Geschwindigkeit war noch etwas langsamer …
Dort angekommen fuhr ich zum Hostel um für 3 Nächte ein Dach überm Kopf zu haben. Da ich in Dawson City schon so ein lustiges Hostel hatte, dachte ich mir ein Gefängnis ist ein sehr guter Abschluss, so verbrachte ich 3 Nächte in einer Zelle. Das Gefängnis wurde 1972 geschlossen, bei weiteren erwünschten Informationen: http://en.wikipedia.org/wiki/Ottawa_Jail_Hostel
Obwohl eigentlich erst ab 1 Uhr das Einchecken möglich ist, durfte ich davor schon die Einrichtungen benutzen, nur ein Zimmer wurde mir noch nicht zugewiesen. Sehr erfreut nahm ich erst einmal eine schöne ausgiebige Dusche ala Knastfeeling.
Anschließend ging es gleich in den Regierungsbezirk. Von unterwegs rief ich den Bruder von meinem alten Mitbewohner an, der mir versprochen hat eine Stadtführung für mich zu machen. So vereinbarte ich für den nächsten Tag ein Treffen mit ihm. Den restlichen Tag war es mehr ein von Schattenplatz zu Schattenplatz gehusche, denn es war so drückend heiß und die Sonne ermüdete einen sehr schnell. Dennoch ging ich ein ganz schönes Stück bis ich wieder zurück ins Hostel ging und mein Zimmer bezog.
Tag 27:
In der Früh ging ich dann zu dem ausgemachten Ort und wartete auf ihn. Generell war es sehr lustig, denn er wusste nicht wie ich aussehe und ich wusste nicht wie er aussieht ;) Naja nach ein paar lustigen Gesprächen mit fremden Leuten fanden wir uns und ich war ehrlich gesagt sehr erstaunt, wie ähnlich die beiden Brüder sind. So ging meine privat Tour los. Er weiß denk ich mal 10 Mal besser bescheid über Ottawa wie ich über München. So erzählte er mir soooo viel über die Stadt und zeigte mir alles was ich noch nicht gesehen hatte. Glücklicherweise war es nicht so heiß wie gestern. Nach einem guten und günstigen Mittagessen ging es dann in das Museum für Natur, dass mehrere Austellungen über Säugetiere, Reptilien, Gestein, Fische, Vögel usw. natürlich waren auch alle Zeitalter vertreten.
Am Abend ging es dann noch in eine Bar wo der Hunger wieder gestillt wurde. Anschließend war aber noch nicht der Abschied angesagt, sondern wir sind zurück in das Regierungsviertel gegangen, denn dort wird im Sommer täglich eine Sound&Light Show auf dem Parliament Hill. Dort wurde das gesammte Regierungsgebäude beleuchtet und in einer halben Stunde die gesammte Geschichte von Kanada erzählt. Selbst der Bruder von meinem Mitbewohner kannte diese Show noch nicht und meinte, dass er wirklich von der Vollständigkeit und Verständlichkeit beeindruckt ist. Doch anschließend gingen wir dann getrennte Wege und ich ging zurück zum Hostel.
Viele Grüße
Flo




