Whistler (BC) - Anchorage (AK)
So der Tag ist gekommen wo ich schweren Herzens Whsitler verlassen muss.
Die letzten Tage war ist sogut wie die ganze Zeit unterwegs, wodurch sich das Einpacken immer weiter zurück geschoben hat. Welch wunder, anstatt um 9 Uhr in der Früh aufzubrechen wurde es fast 16.00 Wobei ich zu meiner Verteidigung sagen kann, dass echt alles schief gelaufen ist was schief laufen konnte … so wurde ich alleine durch diese Sachen, wie z.B. SD-Karte funktioniert nicht sicher 3 Stunden aufgehalten.
Als ich endlich alles im Auto hatte hieß es, zum Büro zu fahren und meine Schlüsselkarte abzugeben und mich abzumelden. Zum Glück hab ich mich schon am Abend/Nacht von meinen Freunden verabschiedet, was eigentlich nur ein gemütliches Beisamensitzen sein sollte, doch anschließend sind wir dann noch auf eine Houseparty gegangen und und und …
Tag 1:
Da ich so spät losgekommen bin war mir klar, dass ich mein eingentliches Ziel (Prince George) nicht erreichen werde, so fuhr ich einfach, bis ich müde wurde und das war dann um die 120 km vor Prince George. Machte auf einer Raststätte halt und schlief dort.
Die Landschaft war sehr schön, denn die Bergketten änderten sich von mal zu mal. Aber hauptsächlich ging mir Whistler durch den Kopf …
Tag 2:
Um 6 Uhr in der Früh ging es dann schon wieder weiter, da ich zu faul war meinen überraschend vollen Wagen so umzuräumen, dass ich im Kofferraum schlafen konnte, so schlief ich einfach auf dem Fahrrersitz. Außerdem war es in der Nacht doch kälter als gedacht, sodass ich froh war als ich die Heizung unterwegs anschlaten konnte.
Meinen ersten Halt des Tages machte ich in Prince George und wollte dort einerseits mir die Stadt anschaun und andererseits in der Gegend etwas Wandern. Doch als ich so durch Prince George gefahren bin, sah alles sehr trist aus und es gab auch nur wenige Wandermöglichkeiten, doch einige km östlich gab es einen Park mit sehr alten Zedern (bis zu 2000 Jahre) So fuhr ich bis nach Dome Creek und machte dort eine ca 1,5 stündige Wanderung.
Anschließend ging es dann Smithers wo ich gehört habe, dass es gute Fahrradwege geben sollte. So stoppte ich dort für 3 Stunden und fand ein paar richtig schöne Trails.
Da man langsam richtig merkte, dass es viel viel viel später dunkel wurde fuhr ich gleich weiter in Richtung Terrace. Einige km westlich davon übernachtete ich dann.
Tag 3:
Wieder einmal um kurz nach 6 Uhr ging es dann weiter, obwohl ich diesmal im Kofferraum geschlafen habe, was überraschend bequem und warm war, und steuerte Prince Rupert an. Irgendwie war es schon wieder wie gestern, dass die Stadt recht öde ist, doch war die Fahrt zu dem Ziel recht beeindruckend. So machte ich mich wieder auf die Rückfahrt und machte einen kurzen Bike stop in Terrace um anschließend mich in Richtung Norden aufzumachen.
Ich umgieng den großen Hwy und fuhr einen kleineren, der einmal für knappe 100 km einfach nur eine Gravelroad war ;) war aber nicht wirklich langsamer als die andere Route, denn die Strecke war kürzer.
An dem Tag wurden viele Fotos gemacht, da einerseits es sich ständig vom Bergland ins Flachland gewandelt hat. Was echt beeindruckend war. An diesem Tag hatte ich bis jetzt auch meine persöhnliche Highscore an Tiersichtungen: 16 Schwarzbären, 3 Grizzlybären, 5 Rehe und 3 Elche.
Ich bin nicht ganz in den Yukon gekommen so machte ich einige km davor um ca. 1 Uhr in der Nacht halt (es war immer noch nicht ganz dunkel). Und an diesem Tag musste ich das teuerste Benzin (vermutlich) Kanadas tanken. Ganze 1,46$ (1,05€) für den Litter! Ihr denkt zwar wie günstig ist das denn, doch normalerweise fließt das Benzin in Kanada für um die 1,30$!
Tag 4:
Gleich in der Früh ging es nach Watson Lake um mir den berühmten Schilderwald anzuschauen.
Da Watson Lake die 3. größte Stadt von Yukon ist, dachte ich, dass ich wenigstens dort einen Strich Handyempfang habe, doch als ich die "Stadt" gesehen habe war mir klar, dass ich dort diesen Luxus nicht habe, denn das Dorf hat nur 800 Einwohner. Etwas anderes als den Schilderwald hatten sie auch nicht zu bieten, so machte ich mich voller Hoffnung auf den Weg zur Hauptstadt von Yukon Whitehorse. Es wurden einige Stops gemacht um kleine Wanderungen zu machen, denn es waren einige kurze Trails entlang des Hwy.
So kam ich am späten Nachmittag in Whitehorse an und wollte endlich einmal wieder ein ein Hostel, doch zu meinem Pech waren beide völlig ausgebucht, so entschied ich mich in ein Motel zu gehen. Den restlichen Tag war ich in der Stadt unterwegs, doch wirklich viel zusehen gabs auch hier nicht, wodurch ich noch einen kurzen ritt mit meinem Fahrrad machte und anschließend am Zimmer meine Route überarbeitete. Denn eigentlich war mein Plan nur bis Watson Lake zu fahren und dann mich gleich auf den Weg nach Yellowknife zu machen, doch warf ich diesen Plan eindeutig über den haufen und erweiterte meine Reise "einwenig" Obwohl es noch nicht einmal dunkel wurde ging ich um 2 Uhr nach einer sehr angehmen Dusche ins Bett (Whitehorse hat im Juli 19 Stunden Tageslicht und die restlichen Stunden Dämmerung)
Tag 5:
Da Whitehorse einige sehr schöne längere Wanderwege zubieten hatte konnte ich mir sowas nicht entgehen lassen und machte eine ca. 6 Stunden Wanderung auf den Grey Mt. vondem man einen sehrschönen Blick auf Whitehorse (nicht wo wirklich interessant) und die ganze Umgebung (das war interessant ;) ) hatte. Ich konnte es garnicht glauben, dass auf der Rückseite des Berges ein großer türkis blauer See mit riesigem Sandstrand war!
Eine Notiz für mich und Weißheit für euch:
tragt niemals wirklich niemals micro Socken beim wandern! Denn nach der Wanderung hab ich jetzt an beiden Füßen eine Blase die jeweils die ganze Ferse abdeckt … aber ansowas hab ich natürlich nicht gedacht, so heißt es jetzt für mich viel in Flipflops gehen und meine Zehenschuhe tragen ;) Als ich dann erschöpft am Auto angekommen war und glücklich war endlich meine Schuhe auszuziehen ging es dann in Richtung Alaska (Ja liest richtig!) Genauer gesagt in Richtung Anchorage (die Hauptstadt). Da ich durch die Wanderung nicht den ganzen Tag Autofahren konnte machte ich kurz nach Tok (Alaska) mein Tagesziel.
Achja ich kann ja noch was über die Grenze schreiben :D
Als ich an der Kanadischen Grenze vorbei gefahren bin kam kurze Zeit danach ein Schild aufdem stand, dass die US Grenze in 30 km ist :D Jeder geht natürlich davon aus, dass es dort einen 30 km breiten Streifen staatenloses Land gibt, doch haben bloß die Kanadier ihre Grenze am Rand ihrer Ortschaft gebaut, so hat man kurz vor dem Ende der 30 km eine Raststätte, bei der die Landesgrenze am Boden verläuft, sodass man schön von Land zu Land springen kann (standard ;) ) Als ich dann an der US Grenze angekommen bin, war ich sehr verblüfft wie schnell das ging (Ein guter Vergleich wäre es, als ob ich nach Italien fahren würde), denn es wurde nur mein Ausweis kontrolliert 2 Fragen gestellt und schon ging es weiter. Kurz vor meinem Übernachtungshalt tankte ich wiedereinmal meinen Wagen voll, doch diesmal nicht für 1,46$ den Litter sondern für 0,989$ (0,709€) den Litter (god bless america ;) )
Tag 6:
Es dann von Tok nach Anchorage. Was ich echt eine Stadt nenne (hat fast 10 Mal mehr Einwohner wie Whitehorse also knappe 300.000 Einwohner und 6 Flughäfen! und noch weitere Wasserflughäfen, wodurch man überall und immer Flugzeuge hört. Davon sind zwar 2 Militärflughäfen aber, dass macht es nicht besser, denn es starten und laden die ganze Zeit irgendwelche Militärmaschinen …
Man würde kaum glauben, dass man in Alaska ist, denn hier ist alles vorhanden was man begehrt.
Die Fahrt verleif relativ langsam, denn die hälfte der Strecke war eine Baustelle wo man immer auf ein Pilot Car warten musste und dem dann einen bestimmten Weg folgen musste. Manchmal sah ich echt keinen Sinn darin, denn man fuhr die gleiche Strecke wie man sonst auch gefahren wäre ;)
Die Berge änderten sich ständig von steilen Bergen über flachen Bergen zu absoluten Flachland. Manchmal streckten sich die Gletscher Meterdick neben dem Hwy entlang und manchmal sah man nicht einmal mehr ein Fleckchen Schnee auf den Spitzen der Berge.
Wie manch einer jetzt schon bemerkt haben dürfte bin ich schon um die 1600 km von meiner ursprünglichen Route abgewichen und es wird noch mehr! Denn es geht nach einem 2 tägigen Aufenthalt in Anchorage nach Fairbanks (600 km) nördlich von Anchorage. Weitere Routeneinzelheiten bekommt ihr in den nächsten Tagen ;)
Man kann noch erwähnen, dass es im Norden kaum ein kleines Auto gibt, der Verkehr besteht hauptsächlich aus "kleinen" Wohnwägen und Pickups.
Ich machte mir heute einen schönen Abend und bin das Erste mal seit einem Jahr ins Kino gegangen und schaute mir anschließend noch etwas von der Stadt an (der Film beginnt zwar erst um 22:30 aber da es nicht wirklich dunkel wurde hatte ich ja ne Menge Zeit)
Fals man frägt was ich angeschaut habe. Es war Transformers 3 in IMAX 3D und es hat sich gelohnt, die Story war zwar (wie gedacht) nicht wirklich doll, dafür waren die 3D Effekte deutlich besser wie bei den 3D Filmen die ich in den letzten Jahren in München gesehen habe.
Viele Grüße aus Anchorage
Flo
p.s.: ein kleiner hind für euch wie es weitergeht:
Jeder kennt die Stadt und ist in vielen Filmen erwähnt, sie wurde auch "das Paris vom Norden" bezeichnet.
Viel spaß beim raten ;)










