Juni
Und wieder einmal ist ein Monat herum …
Es ist der erste Monat wo das Skigebiet geschlossen ist, obwohl immer noch über 2,75 Meter Schnee liegt und die Pistenbedingungen besser wären, wie zum Teil in den Alpen, doch waren einfach zu wenige Leute am Berg und das waren nur Einheimische, da Whistler zur Zeit Touristenfrei ist und somit komplett ausgestorben. Aber darüber hab ich ja schon die letzten Monate geschrieben.
Der Schnee taut zum Glück immer weiter, wodurch immer mehr Biketrails befahrbar werden und das muss man ja ausnützen. Doch hab ich es wieder einmal übertrieben, wodurch ich jetzt eine Sehnenscheidenentzündung an der rechten Hand habe und so wie ich mich kenne hab ich die noch ne längere Zeit. ;) Anfangs hatte ich noch nen recht starken Muskelkater, wodurch ich nicht mehr gescheid zugreifen konnte (diesen Punkt hab ich während einer Fahrradtour gehabt und konnte nicht mehr bremsen) Aber naja ich musste ja den längsten Trail von Whistler fahren und war ausgerechnet dann auch noch zu hoch, wodurch es 30% Fahren und 70% gehen im Schnee war. Seit dem Tag hab ich es geschafft nicht mehr Rad zu fahren und das ist jetzt ne gute Woche her. Ist jetzt schon deutlich besser aber immer noch nicht weg und wenn ich in Whistler bin muss ich die letzten Tage noch ausnützen also wird es wieder schlimmer. ;)
Wer es nicht mitbekommen hat, bin zu den Final Spielen des Stanley Cups nach Vancouver gefahren, denn die waren die Favoriten und hätten es eigentlich mit Leichtigkeit gewinnen können, doch haben sie die letzten beiden Spiele verloren. Nach dem letzten Spiel 16. Juni gab es nach der Niederlage dann "kleine" Kravalle, indem ganz Downtown betroffen war.
So jetzt wird es wieder ein wenig detailierter, einerseits ist es erst gestern passiert, andererseits ist es endlich nicht mehr das alltägliche Leben ;)
Da ich die Nacht nicht in Vancouver verbringen wollte, bin ich anschließend in Richtung Seattle aufgebrochen, da ich das ja auch noch machen wollte und langsam wurde die Zeit dann auch schon knapp. So bin ich Abends um 10 Uhr an der Grenze gewesen und war sehr überrascht wie schnell das ging. Die haben nicht einmal mein Auto gefilzt! Danach ging es weiter nach Seattle (insgesamt ca eine 3 Stunden Fahrt). Als ich dann in Seattle war, war ich nicht wirklich müde und überlegte wo ich jetzt übernachten sollte. Daraufhin entschied ich mich in Richtung Ellensburg (180 km östlich) durch die Rockys zu fahren. Als ich sogut wie dorten war entschied ich mich, an einen der Raststätten halt zu machen und dort im Auto zu übernachten. Nach einer echt kurzen Nacht von 4 Stunden bin ich wieder (überraschend fit) weiter gefahren.
Ich stellte fest, dass die Rockys hier deutlich anders aussehen wie in Kanada. (deutlich steieler und pyramiden förmiger)
Auf der Fahrt nahm mein Hunger immer mehr zu, da ich bisher nur an ein paar Knäckebroten geknabbert habe und auf der Suche nach einer Gelegenheit für ein günstiges Frühstück war. Bis ich nach Leavenworth
gekommen bin. Über dem Ortsschild war ein bayrisches Wappen montiert. Anfangs dachte ich, dass ich mich verschaut habe, doch als ich an jeder Laterne wieder Wappen sah war ich sehr verwunder. Es ist ein Dorf was von Deutschen gegründet wurde und daher sich viele Deutsche angesiedelt haben. Wie ich dann an einem Schild "Bavarian Backery vorbei gefahren bin, hab ich mein Ort für ein Frühstück gefunden. Doch das war eigentlich bloß eine Lüge denn der Bäcker war kein Bayer, sondern ein Westfale, aber bei solch einer Entfernung hab ich mal n Auge zugedrückt. ;) So gab es ne Breze, ne Nussschnecke und n "Bavarian Blended" Coffee.
Die Breze war für kanadische Verhältnisse ganz ok, doch hatte sie einwenig den Geschmack wie die von den Prezelmaker. (Für die die den Genuss noch nicht hatten: Verdammt süß und fettig) Die Nussschnecke
hat sogar gut geschmeckt und der Kaffe war wie n üblicher Kaffe. Für die Leute die sich fragen warum ich kein Bild von der Breze gemacht habe, aber sorry war dafür zu hungrig … ;)
So ging es endlich gestärkt wieder in Richtung Seattle (aber auf einer anderen Straße, wie auf dem Hinweg). Als ich dann am Steavens Pass angekommen bin machte ich eine kurze Pause und entschloss mich für 2 Stunden zu wandern und mir die Wasserfälle anzusehen.
Nachdem ich mir die Beine vertreten hatte ging es dann auch nach Seattle und fand nach einigen Umwegen das Hostel. (War mein Fehler, denn ich hatte die Adresse von dem Hostel nicht und es war auch nicht in Navigon vorgespeichert. Naja eigentlich schon, denn ich dachte es heißt anders. Es ist ein HI Hostel aber es nennt sich American Hotel) Den restlichen Tag nutze ich dann noch einwenig Seattle zu erkundigen. Am nächsten Tag (heute) ging meine Wanderung weiter. Die Stadt ist Vancouver sehr ähnlich nur, dass die Obdachlosen nicht direkt in Downtown sind, sondern einen Art Ring um Downtown bilden. Die Vorstädte sind richtig schön, denn man hat kaum große Straßen dorten, die Wohngebiete sind untertunnelt.
Als ich in die ersten Shops reinging stellte ich fest, dass die USA nocheinmal deutlich günstiger wie Kanada sind. Doch die Sachen nach denen ich suchte, konnte ich nirgends finden. Naja werd morgen dann wieder zurück nach Kanada fahren und auf dem Weg komm ich noch an einer Outlet Stadt vorbei (dort hat so ca jede Firma ein Outlet!) und hoffe, dass ich dort erfolgreich bin. Anschließend geht es nach Vancovuer Island, wo ich genau übernachte weiß ich noch nicht. denn eigentlich benötige ich 3 Tage für die Sachen die ich machen will, aber ich will nur 2 Tage brauchen. ;) Denn ich verlasse Whistler schon in 2 Wochen! Kann das noch garnicht glauben …
Grüße aus Seattle
ha endlich mal was anderes!
Flo
