Dawson City (YT) - Winnipeg (MB)
Tag 13: (hier würde man diesen Tag eigentlich auslassen, genau so wie bei den Stockwerken aber naja ist mir auch egal)
In der Früh ging es erst einmal in das Stadt Museum indem sie vieles über den Gold Rush und die First Nations ausgestellt haben. Wodurch ich einen sehr guten Eindruck über die Stadt/Dorf bekommen habe. Anschließend ging es zu einer geführten Goldtour, bei dem man zu einem aktiven Unternehmen gefahren ist und dir dort alles erklärt wurde, wie früher geschürft wurde und wie heute. (eigentlich hat sich nicht viel geändert, nur dass sie jetzt Maschienen zum graben hernehmen, aber das Aussortieren ist immer noch per Hand und dass die verdienste immer geringer werden) Anschließend ging es dann für alle selber zum schürfen. Ich bin total stolz auf mich, da ich sogar etwas gefunden habe! Aber leider kein Nugget ;) Abschließend kann ich noch sagen, das es mich nicht erstaunt, dass der Goldpreis so hoch ist, wenn man einmal weiß wie die Unternehmen schürfen … Denn sie graben immer noch einfach auf gut Glück und eine Stelle mehrmals …
Nach diesem erfolg erklamm ich den Midnight Dome ein Berg von dem man einen schönen Blick auf die Stadt bzw. Dorf
Am Abend ging es dann in das Downtown Hotel, wo man versucht hat mich den Sourtoe Cocktail trinken zu lassen(http://www.sourtoecocktailclub.com/sourtoe.html) aber hab mich dann doch dagegen entschieden, denn der sieht echt eklig aus :D Anschließend ging es dann weiter in das Casino. Alles wie früher, es war ein sehr lustiger Abend.
Vormittags ging es dann weiter. Ein Tagesziel hatte ich nicht, denn wenn es ein gegeben hätte wäre es Yellowknife gewesen und mir war klar, dass ich keine 2500 km an einem Tag fahren kann, so fuhr ich soweit ich konnte und übernachtete dann dort einfach.
Da ich keine Straßen doppelt fahren wollte, die ich auf dem Hinweg schon gefahren bin, wich ich auf Hwy aus, die meistens nur Schotterstraßen waren, so fuhr ich an diesem Tag allein sicher über 500 km auf nicht befestigten Straßen. Es war mancheinmal schwer einzukallkulieren, wie bald eine Tankstelle kommt, aber ich musste nicht einmal einen meiner Kanister benützen, also hat echt alles gepasst. Auf den Straßen war "überraschend" wenig Verkehr daher war es eine sehr angenehme Fahrt, bis auf zwei Ereignisse …
Das erste war, als ich auf einer Schotterstraße unterwegs war und eine Ente auf dem Weg gelaufen ist, habe wie gewohnt abgebremst, doch dann kam sie aufeinmal auf das Auto zugerannt/geflogen (Ich vermute es war eine Selbstmordente) wodurch ich dann komplett den Stachel reinhauhen musste. Naja das Bremsen auf nicht geteerten Straßen ist ein wenig anders, woduch mein Heck ausgebrochen ist und ich schön im 45° Winkel gedriftet bin, bis ich den Wagen dann wieder grade bekommen habe, hat die Ente dann doch angst bekommen, oder es sich einfach anders überlegt und ist geflohen.
Nummer zwei war ein Bison (Es ist unglaublich wieviele Bison es hier gibt, ich hab echt aufgehört zu zählen, denn wenn immer mal wieder über 20 Tiere wo grasen ist es dann doch schwer zu zählen) Es war schon die Dämmerung im vollen gange und ich hab nach einem schönen Schlafplatz gesucht. Doch aufeinmal ist ein Bison der durch einen Busch nicht zu sehen war auf die Straße gelaufen. Es heißt zwar, man soll nicht lenken, denn man verreißt eh nur das Lenkrad und hat danach mehr Schaden, doch einerseits ob ich jetzt gegen n Tier fahr das fast ne Tonne wiegt oder ich auf einem verlassenen 4 Spurigen Hwy ausweiche … Ich habe mich für das 2.ere entschieden und hab somit beides gerettet, Tier und Wagen. Wenige km später kam ich dann auch am Muncho Lake an und übernachtete dorten.
Tag 15:
Um kurz nach 6 Uhr ging es dann wieder weiter um noch am selben Tag in Yellowknife anzukommen. Daher wurden nur kurze Pausen gemacht und viel gefahren. Es wurden viele Tiere gesichtet, aber vorallem Bisons ;)
Als ich kurz vor Yellowknife war (geteerter Hwy) kam mir ein LKW entgegen und wirbelte einen stattlichen Stein auf, der mir in die Windschutzscheibe flug, es war ja klar, dass mir sowas passiert, wenn ich auf einer geteerten Straße bin und nicht auf einen der über 1500 km Schotterstraßen. So hielt ich stark fluchend an und schaute mir mal den Schaden an und klebte Tesa auf die Stellen (beim Abrollen gabs gleich n 2. Loch) ab und fuhr weiter nach Yellowknife. Endlich angekommen machte ich mich auf die Suche nach einem WLAN, ich hatte zwar Handyempfang, aber nur von einem sehr sehr sehr komischen Roamingpartner (mir wurde der Name angezeigt: 302620) Nach einer wirklichen Ewigkeit fand ich endlich eins und informierte mich, ob das meine Versicherung deckt oder nicht und wo ich das reparieren lassen kann. Es kam dabei herraus, dass es, das Beste ist, wenn ich das erst in Edmonton machen lasse. Obwohl Yellowknife die Hauptstadt von den Northwest Terretories ist, mit 20.000 Einwohnern und somit die Hälfte der Bevölkerung des Staates leben.
Tag 16:
Am nächsten Morgen ging es dann zur Visitor Info um mich über die Stadt zu informieren und zu sehen wie lange ich in der Stadt bleibe. Doch außer einen schönen Wanderweg um die Seen hatten sie nicht zu bieten. Nicht einmal eine Führung in der man etwas über die Geschichte der Stadt erfährt (Gold und Diamanten). Daher war ich recht enttäuscht und genoss daher nur die Natur (leider konnte ich das auch nicht so lange, denn ich wurde unglaublich von den Mücken gefressen, bei nachfrage in der Visitor Info wurde mir gesagt, dass es dieses Jahr nicht mal ein schlimmes Jahr mit Mücken ist … ich will echt nicht dort sein, wenn die mal ein schlimmes Jahr haben, denn das jetzt war schon für mich zu viel) Um mich anschließend schon wieder nach einer kurzen Stadtrundfahrt auf den Weg in Richtung Edmonton. Die Strecke war sehr anstrengend, denn wenn ich die Windschutzscheibe mal reinigte, musste ich dies schon nach wenigen Minuten wieder tun, da so viele Insekten rumflogen (Das Reinigen mit dem Scheibenwischer ist dort recht sinnlos, denn die Insekten kleben einfach zu sehr und obwohl ich einen mix aus selber wischen und spritzen mache hab ich einen Wasserverbrauch von um den 3 Litter!) und anschließend ging dann noch ein Gewitter los, mit Platzregen, Hagel und Nebel. Als sich mein Tank dem Ende näherte entschloss ich mich neben einer Tankstelle zu campen und am nächsten Morgen zu tanken.
Tag 17:
Nach einem Frühstück wollte ich dann tanken, doch wurde mir mitgeteilt, dass die erst in 1,5 bis 2 Stunden aufmachen, so entschloss ich mich weiter zu fahren und dann bei der nächsten Tankstelle Benzin zu holen. Es war eine gute Entscheidung, da jeweiter ich Richtung Edmonton kam, desto günstiger wurde das Benzin (Von 1,59$ den Litter kurz vor Yellowknife bis 1,06$ in Edmonton)
Es war eine große Umstellung von bergigen Landschaften und oder Waldlandschaften zu offenen Feldern zu kommen. Teilweise roch es in meinem Auto einfach nurnoch nach Raps, da man km lang an Rapsfäldern entlang gefahren ist.
Am Abend kam ich endlich in Edmonton an und suchte das Hostel auf und entschied mich 3 Nächte zu bleiben. Anschließend saß ich noch mit einigen Leuten vom Hostel zusammen, nachdem ich einen Termin für die Reperatur meiner Scheibe gebucht hatte.
Tag 18:
Vormittags bekam ich dann einen Anruf von dem Reperaturunternehmen, die mich fragten ob ich nicht schon heute Zeit hätte, so sagte ich gleich zu und hatte um 12:30 einen Termin, leider erfuhr ich, dass ich den Schaden selber zahlen musste, aber 60$ sind jetzt auch nicht sooo schlim. Während der Reperatur schlenderte ich durch die Innenstadt und besorgte mir einiges Informationsmaterial für Edmonton. Erstaunlicherweise gibt es garnicht einmal so viel was man in Edmonton sehen kann, so plane ich für morgen eine Tour durch die ganzen Parks die sich quer duch die Stadt und dem Fluss entlang reihen.
Als ich wieder einen Anruf bekam holte ich mein Auto wieder ab alles lief einwandfrei, nur ein wenig Dreck konnte er aus den Rissen nicht entfernen, daher sieht man die Reperatur, wenn man genauer hinsieht. Beim Fahren stört es einen überhaupt nicht, denn es sieht so aus, als wäre da ein kleiner Fliegendreck an der Scheibe. Ich fragte noch nach, ob ich mein Auto nicht einwenig länger bei ihnen parken könnte. Sie hatten nichts einzuwenden. So ging ich wieder in den Downtown bereich und machte einige schöne Fotos. Auf dem Rückweg gab es noch einen schönen doppelten Regenbogen mit Sonnenuntergang zu sehen, doch konnte ich nicht wirklich gute Bilder machen, da ich zu der Zeit im Auto saß und nicht halten konnte.
Tag 19:
Am Vormittag fuhr ich dann mit dem Rad in die Innenstadt, was ein wenig verwirrend war aber letztendlich bin ich pünktlich zur Stadtführung gekommen. Dort hab ich einiges interessantes über die Stadt erfahren, z.B. wenn man die ganzen Parks in Edmonton addiert (die meißten hängen von vornherein schon zusammen, doch haben andere Namen) ergeben sie die 22 fache Größe des New York City's Central Parks. Anschließend ging es wieder auf das Fahrrad und fuhr die ganzen Flussparks ab. An dem weitest entfernten Punkt vom Hostel zogen dann Gewitterwolken auf, obwohl es doch den ganzen Tag so schön warm und sonnig war, so packte ich schnell mein Zeug und radelte schnell in Richtung Hostel, doch das Gewitter zog vorbei, wodurch ich zum Glück trocken nach Hause gekommen bin.
Tag 20:
Früh ging es dann wieder weiter nach Regina (die Hauptstadt von Saskatschewan aber nicht die größte Stadt) Nach einer sehr schönen aber nicht hügligen fahrt (welch Verwunderung ;)) kam ich um kurz nach 10 in Regina an und fuhr gleich weiter zum Hostel. Doch wurde ich enttäuscht, denn das Büro war geschlossen, da sie nur bis 10 Uhr Anmeldungen annehmen. So fuhr ich zu der nächsten Möglichkeit wo ich mein Auto parken konnte und übernachtete. Was mich aber einige Zeit verwirrte war die Uhrzeit, denn bei dem Überfahren der Grenze von Alberta nach Saskatschewan kommt man auch in eine neue Zeitzone, so wollte ich die Uhr in meinem Auto und an meinem Handy ändern. Aber als ich die neue Stadt eingegeben hatte, blieb die Uhrzeit gleich (gleiche Uhrzeit wie in Edmonton). Anschließend gab ich die Stadt Winnipeg, Manitoba ein (gleiche Zeitzone aber anderes Bundesland) und bekam eine andere Uhrzeit. Während der Fahrt rätzelte ich ein wenig rum, bis ich bei einer Pause das schlaue Internet befragte. So kam raus, dass Saskatschewan das einzigste Bundesland von Kanada ist, dass keine Sommerzeit hat. Aber Manitoba schon! Daraus folgt, dass Saskatschewan im Sommer die gleiche Uhrzeit wie Alberta und im Winter die gleiche Zeit wie Manitoba hat. Sehr verwirrend das ganze, wenn man keine Möglichkeit hätte das Internet zu befragen ^^
Tag 21:
Nach einigen Stunden schlaf ging es dann weiter. Doch außer einer schönen Parkanlage hatten sie nichts zu bieten, so enschloss ich mich keine 2 Tage hier zu bleiben, sonder gleich weiter zu fahren. Gesagt getan ging es wieder in den Norden. Doch hat diesmal meine Planung nicht gepasst, denn eine essenziell wichtige Straße war gesperrt, wodurch ich knappe 250 km wieder zurück fahren musste um zu dem gewünschten Hwy zu kommen. Da dies nicht schon schlecht genug war fing es am Abend dann auch noch zum regnen an, und dies hörte erst gute 30 Stunden später wieder auf. Auf dem Weg leutete mein Ölwechsel Licht auf und so suchte ich mir einen Mechaniker und fand einen Ölwechsel Drive-Throught was ich sehr lustig fand^^ In der Nacht parkte ich dann mal wieder auf einer Raststätte und übernachtete dort.
Tag 22:
Es hatte die ganze Nacht durchgeregnet und so machte ich mich bei einem nicht schönen Regenwetter weiter in Richtung Flin Flon. Durch den gestigen Umweg hatte ich auch relativ wenig Sprit im Tank und würde so nicht bis in das nächste Dorf kommen, so musste ich ein paar Litter für überzogene 1,579$ für den Litter bezahlen. An diesem Tag war auch eigentlich nur fahren angesagt, denn ich wollte so schnell wie möglich in Winnipeg sein und langsam auch zum Ende kommen. Denn entweder hätte ich mehr Zeit einplanen sollen oder weniger Städte ;) So fuhr ich durch einen National Park und lachte über jedes Schild, wo es hieß, dass es zu dem Mt. … geht und wenn man in diese Richtung geschaut hat sah man nichts :D Wobei man sagen muss, dass der Norden deutlich hügeliger ist als der Süden. Am Abend kam ich dann auch in Winnipeg an, das fahren in der Stadt war sehr hektisch, denn wegen dem Strühregen war die Sicht eingeschenkt und immer mal wieder tauchten Pylonen einfach in der mitte der Fahrspuren auf. Wodurch ich dann froh war als ich endlich am Hostel ankam. Doch es ging bei weitem noch nicht gleich ins Bett, denn es wurde mir mitgeteilt, dass am Tag davor es erst einen Einbruch in ein Auto bei ihnen gab, wodurch ich ca 1,5 bis 2 Stunden mein Auto ausräumte, damit keine wertvollen Sachen usw im Auto waren.
Viele Grüße aus Winnipeg
Flo









