Anchorage (AK) - Dawson City (YT)

UPDATE: Katen und Fotos wurden nachgetragen

Weder einmal sind einige Tage vergangen und so viel ist passiert. Doch wenn ich keine Möglichkeit habe irgendwie Internet zu bekommen kann ich auch nichts dafür. ;)

Tag 7:
An dem 2. Tag in Anchorage ging ich auf nen Berg von dem man einen sehr schöne Sicht auf Anchorage hat, wenn das Wetter passt, doch es war recht neblig wodurch nur auf dem halben Höhe schöne Fotos von Anchorage gemacht wurden. Was ich sehr lustig fand, am Anfang waren wirkliche Menschenmassen auf dem Wanderweg, doch je höher man kam desto mehr Leute sah man die nicht mehr weiter konnten :-D Auf dem Rückweg traf ich eine Frau und kam mit ihr ins Gespräch und erfuhr, dass sie von Mt. Baker (20 km Luftlinie von Vancouver in den USA) leb. Um mich einwenig kürzer zu fassen letztendlich kam heraus, dass sie auch nach Fairbanks will, so war das recht gut für mich, denn so konnte ich die Hälfte vom Spritgeld sparen und vereinbarten einen Treffpunkt für morgen.
Als ich dann wieder am Hostel angekommen war, wurde ich gefragt ob ich nicht mit weggehen möchte. So ging eine kleine Gruppe, bzw. fuhr zu einer Party, auf der auch Leute ab 18 reinkommen (man sind die Taxis hier günstig!). Doch als wir ankamen wurde uns gesagt, dass diese Veranstaltung schon längst vorbei war. So drehte ein großer Teil wieder um, da sie noch nicht 21 waren. Eigentlich hätte ich auch bei dieser Gruppe dabei sein müssen, doch durch einen glücklichen Zufall war ein Österreicher dabei, der einen Führerschein für mich hatte. So ging es in eine Poolbar in dem wir den Abend schön ausgeklungen haben. An diesem Abend hab ich mich wieder richtig jung gefühlt. So als wäre ich 15. ^^

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Tag 8:
Am nächsten morgen gabelte ich die Frau auf und es ging in Richtung Fairbanks. Auf dieser Strecke kommt man an dem höchsten Berg Nordamerikas vorbei. (Mt. McKinley 6194 m) Vom Hwy konnte man ihn recht gut sehen, doch wurden kaum Fotos gemacht, da wir in den Denali Nationalpark, in dem der Berg ist, eine Wanderung machen wollten.
Als wir an der Visitor Info ankamen und nach einer Wanderkarte fragten wurde uns breit erklärt, dass sie sowas hier nicht haben, denn hier gibt es bloß "Offtrail hiking" Es war uns einwenig suspekt, daher erkundeten wir die nähere Umgebung und fanden ein super Trailsystem. Wir lachten seit diesem Punkt über das Offtrail hiking. Besonders als wir auf einem Gipfel waren wo ein Schild zu sehen war wo draufstand "Trail ends here" aber der Weg ging noch deutlich weiter. Also müsste man das doch "Off Offtrail hiking" nennen oder?
Nach einer sehr schönen Wanderung aber keiner Sichtung von Mt. McKinley (der hat sich schön in den Wolken versteckt) ging es weiter nach Fairbanks. So kamen wir um ca. 2 Uhr Nachts in Fairbanks an und brauchten ein Hostel. Da aber keines frei war, oder sie sich nicht meldeten (man kann zu jeder Tageszeit im Hostel anmelden), doch als wir die Liste nocheinmal durch gingen, fanden wir heraus, dass wir ein Hostel vergessen hatten. So wurde dies gleich angerufen und hatten sogar noch Betten frei. Also gleich ging es in die Richtung von dem Hostel. Als wir ankamen sah es eher wie ein Hotel aus, als ein Hostel. Aber wir waren einfach nur noch müde und wollten ins Bett. Wir erfuhren, dass es ein "Hostel" und ein Hotel ist, wobei sich das Hostel nur ein Baumhaus und ein Wohnmobil Trailer ist. Und vorallem nicht wirklich günstiger ist, als wenn man sich ein Zimmer teilt mit einem eigenen Bad! So entschlossen wir uns ein Zimmer zu teilen.

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Tag 9:
Am darauffolgenden Tag fuhren wir zu den Chena Springs. Eine heiße Quelle, bei der der Eintritt mal nicht überzogen teuer ist. So war ich erst einmal fast den vollen Tag wandern um anschließend mich einige Zeit in den heißen Quellen auszuruhen. Um am Abend mich in Richtung Arktischen Kreis aufzumachen. Denn in Fairbanks gab es nicht wirklich etwas zusehen was mich interessiert hätte

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Tag 10:
Da ich natürlich nicht die ganze Strecke in der Nacht geschafft habe ging es am nächsten morgen gleich weiter Richtung Norden. Auf geteerten Straßen und lange Zeit auch auf Schotter. Wobei ich sagen muss, dass die Schotterwege besser zufahren waren als die geteerten ^^ Als ich dann am Vormittag ankam fuhr ich ein Stück weiter um zu der Visitor Info zu kommen. Dort wurde mir mitgeteilt, dass es weiter nördlich ein super Gebiet zum Wandern gibt, so bin ich nocheinmal um die 160 km weiter gefahren und ich muss sagen es hätte sich echt gelohnt, wenn es nicht auf der Hälfte des Weges (v

om Wandern) zum regnen angefangen hätte, wodurch die Sicht gleich 0 war. Daher drehte ich dann auch um und fuhr wieder Richtung Fairbanks. Für die Leute die es interessiert: mein nördlichster Punkt war bei dem 69. Breitengrad also um die 180 km vom Arktischen Meer entfernt.
Auf dem Rückweg wollte ich nicht wieder an einer unverschämt teuren Tankstelle tanken, die 40¢ teurer pro Liter war wie der normale Preis, doch es war die einigste Tankstelle in den nächsten 430 km. So kalkulierte ich ein wenig und kam auf das Ergebnis, das mein Benzin reichen sollte wenn ich einen meiner 2 Reservekanister benütze. So fuhr ich los und war wirklich sehr gespannt ob es klappte oder nicht. Als dann die Reservetank Anzeige aufleutete goss ich noch den 2. hinein und kam schließlich an der Tankstelle an ohne, dass die Lampe nocheinmal anging. So fuhr ich einfach nur noch aus der Stadt und suchte mir ein wenig außerhalb der Stadt an einem See einen Schlafplatz wo ich dann um 6 Uhr in der Früh dann endlich schlafen konnte. (Um es nocheinmal zu verdeutlichen man kommt sowas aus dem Rhythmus wenn es einfach 24 Stunden hell ist)

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Tag 11:
Nach einem schönen Schlaf im Auto ging es dann Richtung … (bin echt enttäuscht dass keiner geraten hat!) Dawson City. Doch bin ich nicht über die Grenze gekommen, denn sie war zu. Auf dem Schild beim einfahren auf den Hwy stand, dass sie um 7 Uhr zumacht, direkt an der Grenze stand, dass sie um 6 Uhr zumachen. Mir war schon klar, dass ich beim überschreiten der Grenze in eine andere Zeitzone kommt, doch verstehe ich nicht, warum sie nicht an den Schilder schreiben welche Zeitzone sie meinen. So kam ich um 6.20 an der Grenze an und war schon zu. Daher fuhr ich einige hundert Meter wieder zurück und übernachtete auf einen Rastplatz nach einem schönen langen Spaziergang auf einen der Bergkämme.

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Tag 12:
In der früh ging es dann auf dem "Top of the World" Hwy, auf dem man eine super Panorama Sicht haben sollte im stärksten Nebel nach Dawson City. Dort erkundigte ich mich erst einmal was es alles zu sehen gibt und entschied mich 2 Nächte in dem Hostel zu bleiben. Ja Thema Hostel … so etwas sieht man echt nicht häufig. Denn es gibt keinen Strom, nicht wirklich fließend Wasser nur aus einem Art Gartenschlauchsystem und wenn man kochen oder duschen will muss man erst einmal Feuerholz hacken um dann entweder damit den Ofen zu betreiben oder das Wasser zu erwärmen. Ich muss sagen es ist echt einmal was man mal machen muss! Da fühlt man sich gleich um ein paar Jahre in die Vergangenheit versetzt.
Den restlichen Tag verbrachte ich in Dawson City und schlenderte durch die Straßen. Nach einem ausgiebigen Mahl beim Chinesen ging es wieder zurück zum Hostel wo man noch gemütlich um ein Lagerfeuer gesessen ist.

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Viele Grüße aus Dawson City
Flo